Bioinsel Neubau

Bioinsel Rosenberger - Geschrieben am 26.06.2017

Neuer Standort, neues Haus für die Bioinsel

Familie Rosenberger baut einen neuen Bio-Supermarkt in Weiz. Der derzeitige Standort wird dann aufgelassen. Was genau geplant ist.

Von Ulla Patz | 06.00 Uhr, 28. Mai 2017



Animation: Die Rosenbergers (Thomas, Monika und Alois Rosenbergers) im neuen Geschäft © KK

Ulla Patz

Redakteurin


Das Grundstück ist wenig beachtet. Kaum jemand weiß überhaupt, dass zwischen dem Autozubehör-Geschäft Forstinger in der Weizer Gleisdorfer Straße und dem alten Gebäude direkt an der Straße ein rund 4000 Quadratmeter großes Grundstück liegt. Derzeit wachsen dort alte Bäume und die Wiese wuchert. Im Herbst aber soll dort alles anders werden.

Dann fahren Bagger auf, das alte Haus direkt an der Straße wird samt Wirtschaftsgebäude weggerissen. Entstehen wird dort ein 1000 Quadratmeter großer neuer Supermarkt, die neue Bioinsel Rosenberger. Rund zwei Millionen Euro investiert die Familie in einen Bau aus Glas und Holz, der von Kaltenegger & Partner in Passail geplant wurde.

Neuer Forstinger-Nachbar in Weiz: Bioinsel Rosenberger auf 1000 Quadratmetern Foto © KK

Fertig soll der neue Markt im Juni 2018 sein. Die Verkaufsfläche wird 650 Quadratmeter betragen, dazu kommen noch die Büros, Nebenräume und Lager. Der Grundriss zeigt ein V mit einer abgerundeten Spitze, an der breitesten Stelle des V wird quer ein Rechteck angefügt, sodass eine L-Form entsteht. Der kurze „Balken“ liegt an der Gleisdorfer Straße.

Wer die Rosenbergers kennt, kann auch damit rechnen, dass der Markt energieeffizient ausgerichtet sein wird. „Die Wärme, die die Kühlmöbel abgeben, werden wir für die Warmwasseraufbereitung und die Heizung nutzen. Diese Möbel sind aber auch für die Kühlung geeignet. Dazu kommt noch die Fotovoltaik auf dem Dach. Wird Wärmeenergie dazu gebraucht, kommt sie über die Fernwärme ins Haus“, sagt Alois Rosenberger, der Seniorchef. Er rechnet damit, dass das Gebäude über natürliche Belüftung und Beschattung auch im Sommer ausreichend klimatisiert sein wird, „aber für alle Fälle gibt es natürlich eine Klimaanlage“.

Das Sortiment wird im Grunde nicht viel verändert, bis auf die Kosmetik: diese wird stark ausgebaut, „vor allem in der basischen Kosmetik von Michael Droste-Laux“, sagt Juniorchef Thomas Rosenberger. Eine Drogistin wird Beratungen anbieten.

Ein Teil des Neubaues soll über eine Bausteinaktion finanziert werden. „Wie der Heini Staudinger sein Gea-Geschäft in Gleisdorf eröffnet hat, bin ich mit ihm ins Reden gekommen und da haben wir die Idee zur Bausteinaktion entwickelt“, sagt Alois Rosenberger. Dabei kauft der Kunde ein Gutscheinheft im Wert von 1300 Euro um 1000 Euro. Die Gutscheine in der Höhe von je 65 Euro kann man alle sechs Monate einlösen – frühestens. Ablaufdatum gibt es keines. Den ersten Gutschein kann man einlösen, sobald das neue Geschäft eröffnet wird. Die Zinsen sind also hoch, das Risiko für den Gutscheinkäufer liegt darin, dass das Unternehmen aufgelöst wird.

Und das haben die Rosenbergers derzeit jedenfalls nicht vor. „Hätte der Thomas das Geschäft nicht weitergeführt, würden wir so etwas auch nicht machen“, so Alois Rosenberger. Schon jetzt hat er das neue Grundstück ins Herz geschlossen. „Wir haben es natürlich energetisch prüfen lassen und der Wünschelrutengeher war ganz begeistert von der positiven Energie dort“, sagt Rosenberger erfreut. Denn hätte es diesbezüglich ganz schlecht ausgesehen, hätte man wohl weiter nach einem Grundstück suchen müssen.